Digitalisierung der Produktion – heute eine Notwendigkeit

von 19 Jun, 2020

Die Digitalisierung wird mit hoher Priorität sowohl in der deutschen als auch in der weltweiten Industrie vorangetrieben. Ein stetig wachsender Anteil der Unternehmen investiert in den Ausbau der digitalen Fabriken. Dabei schafft das Vernetzen von Maschinen und ihrer Umwelt mit Sensoren über das Internet Voraussetzungen für die Bereitstellung von großen Datenmengen und somit nützliches Wissen für die Produktion und ihre Optimierung.

Die Fertigungsprozesse werden durch die Vernetzung und die damit verbundene Optimierung nicht nur immer flexibler, sondern auch effizienter.

Technische Grundlage hierfür sind digital vernetzte Systeme, mit deren Hilfe eine weitestgehend transparente Produktion möglich wird: Menschen, Anlagen, Logistik, Maschinen, und Produkte kooperieren direkt miteinander. Dadurch wird die Herstellung individueller Produkte nach Kundenwunsch und in immer kleineren Losgrößen bis hin zu Losgröße (1) machbarer.

Natürlich steigt damit die Komplexität der Arbeitsabläufe. Die Anzahl von Zulieferern, kleineren Produktionseinheiten und verschiedene Zeitfenstern für die Produktion steigt dadurch erheblich.

Smarte Software sowie die Auseinandersetzung mit Normen und Standards wird dementsprechend zur Notwendigkeit, um sich der Herausforderung erfolgreich stellen zu können.

Enormer Internationaler Wettbewerb und Kostendruck

Die Unternehmen stehen unter hohem internationalem Wettbewerb. Sie begegnen stetigem Kostendruck und müssen darauf durch immer smartere Wege eine neue Antwort finden. Dabei helfen VAVE oder neuere Technologien Effizienzen aufzuzeigen, jedoch ohne Big Data und gute Datenaufbereitung wird die Herausforderung zu einem Koloss.

Oft findet sich zudem in den weniger digitalisierten Produktionshallen enormes Optimierungspotential, das aufgrund der Intransparenz hinsichtlich nicht visualisierten und zentral verfügbaren operativen Parameter, enormen negativen Einfluss auf Maschinenproduktivität, Qualität, Bestände oder Durchlaufzeiten haben kann.

Digitalisierungsabsichten finden ebenfalls Ineffizienzen durch viele IT-Insellösungen ohne einheitliche Strukturen, mangelnde KVP-Kultur in der Produktion, oder fehlende Analysemodelle sowie -systeme.

Skalierbare MES* Systeme und digitale Produktionsleitstände als Basis für Datenbereitstellung und Weiterverarbeitung

Genau hier erwächst die Notwendigkeit der Einführung skalierbarer Systeme, angefangen von kleinen MES Lösungen bis hin zu komplexen Produktionsleitständen.

Diese legen die notwendige Transparenz vor, um aus den gewonnen Daten Potentiale der Optimierung an Maschinen, Prozessen und im Handeln der jeweiligen Personen zu identifizieren und in die Tat umzusetzen.

Sie, tragen zur Verschlankung der Produktions- und Planungsprozesse und beschleunigen Kontinuierliche Verbesserungsprozess (KVP) in den jeweiligen Unternehmen.

Auf diesen aufbauend sind vernetzte Produktionsanlagen, Echtzeit-M2M-Kommunikation sowie Virtual Reality Anwendungen als nur einige Beispiele der weitergehenden Digitalisierung denkbar.  Mobilfunkstandard wie das des 5G unterstützen diese Entwicklung und schaffen vielseitige Möglichkeiten für immer weitere Anwendungen in der Digitalen Produktion.

Sollten Sie für Ihr Unternehmen nach einer maßgeschneiderten Lösung für die Digitalisierung Ihrer Produktion suchen, stehen wir Ihnen als kompetente Beratungs- und Realisierungspartner zur Verfügung.


* Definition und Erklärung MES – Manufacturing Execution System:

Ein Manufacturing Execution System ist ein Teil eines Fertigungsmanagementsystems und operiert als prozessnahe Ebene und ist somit für die Produktionssteuerung verantwortlich. Es ist direkt an die Betriebsprozesse angebunden und ermöglicht die Fertigungskontrolle in Echtzeit. Zudem werden mit dem MES Daten von Fertigungsprozessen erfasst, welche dazu genutzt werden können, die Prozesse zu optimieren und Fehler im Ablauf zu erkennen.


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